Kinder aus aller Welt 

           2016 

 


 

Integrationsprojekt „Kinder aller Welt“ am 07.11.16 an der Clemens- Schule Hornburg

Am Montagvormittag führten  Astrid Meyer, Klassenlehrerin der Klasse 2a und zugleich Beratungslehrerin der Clemens- Schule sowie Nina Warnecke, Sozialarbeiterin in der Schule, über 2 Stunden hinweg das Projekt „Kinder aller Welt“ durch.
Es wurde eigens von beiden Fachkräften entwickelt, um geflüchtete Kinder der ersten bis vierten Klasse zu integrieren sowie Schüler für Toleranz und Weltoffenheit zu sensibilisieren. Gezielte Übungen und Methoden dienen dazu sich spielerisch einer aktuellen Thematik zu nähern und sich kindgerecht mit Kindern aus einem anderen Land auseinander zu setzen.
Ihre Projektidee wurde dann am Montag erstmalig in der Clemens- Schule in Hornburg in der Klasse 2a durchgeführt. Alle Schüler stellten hierfür in der Klassenmitte einen Stuhlkreis, wo sie über die Projektdauer hinweg sitzen konnten.
Mit einem „Warm-up“ wurden die Schüler auf das Thema eingestimmt. Sie konnten sich dazu nach verschiedenen Nationen begrüßen, zum Beispiel auf Deutsch, indem sie sich die Hände gaben und „Guten Tag“ sagten. Begrüßungen auf Chinesisch, wo sich die Kinder mit beiden Händen vor der Brust verbeugten und „Sayonara“ sagten oder mit einem französischen „Salut“ wurden ebenso ausprobiert.
Nach der lockeren Einstimmung bemerkten die Schüler, dass in ihrer Klasse selbst ein syrisches Flüchtlingskind unterrichtet wird. Um Berührungsängste abzubauen und das gegenseitige Verständnis zu fördern, konnten alle Mitschüler Fragen an dies Flüchtlingskind stellen. Es wurde deutlich, dass das Kind von Syrien nach Deutschland mit vielen anderen Menschen 18 Tage auf einem kleinen Boot unterwegs war.

Als Symbol des Klassenzusammenhaltes begrüßten sich alle Kinder danach einmal in der Kreismitte auf syrisch, was ihnen große Freude bereitete. Sie waren begeistert, als an dieser Stelle ein beleuchteter Globus aufgestellt wurde.
Mit Hilfe eines digitalen „Ting“ Stiftes konnten alle interessierten Kinder den Globus erforschen. Sie entdeckten ihr Heimatland Deutschland, aber auch ihre Urlaubsländer, wie die Türkei, Italien oder Afrika. Das Land Syrien wurde ebenso mit dem digitalen Stift gezeigt. Er erzählte kindgerecht über die Rubrik „Land und Leute“, um einen Einblick in die dortigen Gegebenheiten zu geben.
Ein afrikanisches Begrüßungslied stellte dann den Abschluss der ersten Unterrichtsstunde dar. Mit den passenden Handbewegungen wurde zuerst die deutsche Übersetzung besprochen. Danach wurde das Lied mit dem afrikanischen Rhythmus gesungen und geklatscht.
In der zweiten Stunde lauschten die Kinder einer Hörgeschichte „Isa aus Sierra Leone“. Sie erzählt die Geschichte von dem kleinen Jungen Isa, der im Krieg entführt und gefangen gehalten wurde. Womit Isa in dieser Zeit spielte, ob er zur Schule gehen konnte oder welche Wünsche Isa an die Zukunft hat, wurde ebenso deutlich. Zusammen mit den Kindern wurde die Geschichte im Stuhlkreis reflektiert. Fragen wie, „Was hat Isa erlebt?“, „Welche Wünsche hat Isa?“ oder „Was ist Krieg?“, wurden mit den Kindern diskutiert. Sie entdeckten auf dem Globus, dass Sierra Leone im Vergleich zu Deutschland viel kleiner ist und sich auf einem anderen Kontinent befindet.
Mit einem Arbeitsblatt konnten alle Schüler ihre eigene Geschichte erforschen. In Partnerarbeit füllten sie den Lückentext aus, zum Beispiel „Wo bist du geboren?“, „Wie viele Geschwister hast du?“, „Was ich gerne spiele“ oder „Was wünsche ich mir von meiner Zukunft“.
Für eine Projektnachhaltigkeit verblieb der Globus zum weiteren Erkunden im Klassenraum. Zudem wurden die ausgefüllten Arbeitsblätter an die Wand des Klassenraumes gehängt, damit sich die Schüler noch eine Weile an ihre Gedanken und Wünsche erinnern können.

Text: Nina Warnecke
Foto: Astrid Meyer

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Letzte Änderung am 15. November 2016 durch Sabine Boehme
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